Sowohl der australische Premierminister John Howard als auch der Oppositionsführer Kevin Rudd setzen im Wahlkampf auf das Internet und Social Networking.
MySpace
Howards MySpace Profil ist extrem hässlich, lieblos und langweilig. Blauer Hintergrund mit weißer und blauer Schrift. Dennoch liegt er mit 14.579 Freunden vor Rudds 13.919.

Vom Design her ist der Vorsitzende der oppositionellen Australian Labor Party (australische Arbeiterpartei) aber der ganz klare Sieger. Sein Profil erstrahlt in den Nationalfarben, ist sehr gut lesbar und bietet neben reinem Text auch ein Video, viele Bilder und einen Newsfeed.

Wenn man bedenkt, dass Howard bereits seit Januar 2006 ein MySpace Profil hat und Rudd erst seit Juni 2007 dabei ist wird sehr deutlich wer der Sieger ist: Kevin Rudd.
YouTube
Auch beim Social Media Riesen YouTube wollte der Premierminister punkten und versuchte sich mit einem Video über den Klimawandel. Dieses war jedoch viel zu steif und anstatt zu einer Interaktion zu führen halgte es fast nur negativ Kommentare.
Politik in sozialen Netzwerken
Trotz der Unbeholfenheit mit der sich die meisten Politiker noch in den sozialen Netzwerken bewegen finde ich es sehr gut, dass sie den Versuch wagen. Mit einem gut durchdachten Auftritt ist es über Portale wie MySpace oder YouTube möglich ein großes Publikum nicht nur zu adressieren sondern auch direkt zur Interaktion aufzufordern.
Auch wenn viele der Mitglieder noch gar nicht wählen dürfen so kann eine Diskussion um die Klimapolitik dennoch dazu beitragen ihr Interesse für die Politik zu wecken und das ist eine wichtige, wenn auch meist vernachlässigte Aufgabe, aller Politiker.
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