Wie YouTube und Viacom Perez Hilton verprellt haben

Perez Hilton, YouTube und Viacom Logos

Perez Hilton bezeichnet sich selbst als die meist gehasste Website Hollywoods und das stimmt vermutlich auch. Denn in seinem Promi-Tratsch Blog wird von Technorati momentan auf Platz 14 der größten Blogs geführt und wurde allein in den letzten 6 Monaten von mehr als 10.000 anderen Blogs verlinkt.

Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass Perez Hilton einer der ersten exklusiven Partner von YouTubes Programm zur Beteiligung der User an den Werbeeinnahmen war. Doch jetzt verabschiedete er sich mit den Worten Fuck you, YouTube. Fuck you und einem Abschiedsvideo vom größten Videoportal.

YouTube
Am Montag war Perez YouTube Account zeitweise wegen angeblicher Copyrightverstöße gesperrt. Es ging dabei um ein Video eines Liza Minnelli Konzerts. Laut Perez hatte er jedoch die Erlaubnis des Rechteinhabers und nach kurzer Zeit wurde sein Account auch wieder aktiviert.
Was den Läster-Blogger so aufregt ist, dass YouTube ihn nur in einer automatisch generierten Standardemail über die Schließung seines Accounts aktiviert hat. Das ist kein gutes Kundenbeziehungsmanagement, immerhin wurden seine Videos schon mehrere Million mal angeschaut.

Viacom
Noch besser sind die zwei anderen angeblichen Copyright-Verstöße die ihm in den letzten Tagen vorgeworfen wurden. Sie kamen nämlich Viacom, dem Netzwerk welches Hiltons TV Sendung auf VH1 produziert! Auch hierbei handelte es sich um automatisch an YouTube gesendete Reports die jedoch zurückgenommen wurden als Perez Anwalt bei Viacom angerufen und sie darüber informiert hat wessen Account sie da gerade haben sperren lassen.

Kollateralschaden
In Kampf zwischen Viacom und YouTube, der mit automatisch generierten Löschaufforderungen, automatisch generierten E-Mails und automatisch generierten Account-Löschungen ausgetragen wird, ist Perez Hilton sicher nicht das einzige unschuldige Opfer aber er ist einer der wenigen deren Klagerufe durch das ganze Netz hallen.

Fazit
Am Ende stehen irgendwie alle drei doof da. YouTube hat einen Top User verloren der viel Traffic gebracht hat und seine Leser sogar dazu auffordert keine Videos mehr bei YouTube hochzuladen, Viacom haben ihm gezeigt wie egal und unwichtig Perez ihnen ist und er Hilton selbst sieht ein bisschen aus wie ein kleines nörgelndes Kind.Wobei sein Imageschaden wohl der geringste sein dürfe. YouTube und Viacom stehen jedoch beide als ignorante Bösewichte da.

Das ist speziell für Viacom ärgerlich, da sie erst kürzlich durch den Diebstahl eines Videos in die Kritik geraten waren und trotz eines Gewinns von mehr als 700 Million Dollar viele langjährige Angestellte auf den Status von Freelancern heruntergestuft haben um Geld bei der gesundheitlichen Fürsorge zu sparen.

Via Perez Hilton Bitch Slaps YouTube (techcrunch.com)

6 thoughts on “Wie YouTube und Viacom Perez Hilton verprellt haben

  1. …also woran merkt man das man alt wird. Ich lese und lese hier den Beitrag – gefunden über Abakus Signatur – und versteh immer nicht ganz. Jetzt beim letztem gelesenem Kommentar merke ich erst, das es um Perez Hilton und nicht um Paris Hilton geht. Manno, hatte ich doch beim Klick auf die Abakus Signatur schon nur Paris Hilton im Kopf und wollte wissen warum sie verprellt wurde… Marken prägen die Wahrnehmung, oder es liegt wirklich am Alter.

  2. Naja aber Perez Hilton ist halt nicht irgendwer sondern eine Website unter den Alexa Top 1000. Da würde ich mir auch eine Premiumbehandlung von YouTube wünschen.

    Aber es stimmt schon, dass er überreagiert hat. Es waren ja nur Schlampereien von YouTube und Viacom und keine absichtlichen Taten.

  3. Also ein wenig Dünnhäutig hat Hilton da doch reagiert. Wie sonst, als mit standartisierten Mails soll denn YouTube auf derlei reagieren? Würde deren Stab bei jedem UrHR-Verstoß eine persönliche Nachricht verfassen, wäre es bald der weltweit größte Arbeitgeber.

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