Kevin Rose, Gründer der größten Social News Seite Digg hat eine Investment Firma beauftragt einen Käufer für Digg.com zu finden. Es stehen Summen von 300 Millionen Dollar und mehr im Raum. Doch ist dieser Betrag gerechtfertigt? Und was sind Kevins Beweggründe für den Verkauf?

So wie es aussieht büßt Digg.com seit der Jahreswende massiv an Traffic ein. Ein Verkauf um sich vom sinkenden Schiff zu retten ist also durchaus denkbar. Für die nahe Zukunft wird Digg aber wohl kaum von Reddit oder einem anderen Konkurrenten eingeholt werden. Dafür ist der Vorsprung noch viel zu groß.
Gründe für den Niedergang
Drei mögliche Gründe für den Niedergang von Digg.
Eintönigkeit
Die Top 100 Digger kontrollieren 56% der Artikel die es auf die Startseite gehen. Das steht in keinem Verhältnis zu den mehreren Millionen Usern (via SEOmoz).
Zensur
Die so genannte Auto Bury List, die Beiträge bestimmter Domains ohne Ausnahme im Nirwana verschwinden lässt und eigentlich zur Spambekämpfung gedacht war trifft vermehrt auch unschuldige Seiten wie Copyblogger (eines der Top 30 Blogs weltweit). Für mehr, siehe Forever Geek.
Kein Fokus
Zu Anfang war Digg ein Portal für Geeks und hat News aus dem Technologiebereich abgedeckt. Mittlerweile geht es auch um Politik, Unerhaltung, Gesundheit und andere allgemeiner Themen.
Preis & Käufer
Natürlich sind 300 Millionen viel, doch mit dem Microsoft Werbedeal wäre das Geld schnell wieder drin. Allerdings haben schon alle klassischen StartUp Käufer wie Google, Yahoo und Microsoft abgelehnt. Mögliche Käufer sind jetzt noch große amerikanische Zeitschriften wie die New York Times oder die Washington Post. Mit Digg könnten sie sich im Web 2.0 sehr gut platzieren und dort liegt langfristig die Zukunft des Journalismus.
Und solange Digg noch heiß ist: Das Digg T-Shirt beim Netgestalter.
Malte Landwehr bloggt hier seit 2007 über Online Reputation Management.
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300 mio für digg halte ich für überzogen … finde an der seite irgendwie nichts besonders …
Schon krass wie der Traffic bei digg runtergeht, in diesem und nächsten Jahr wird man wohl sehen welche der ganzen “Web2.0 Projekte” sich halten können.
Jedoch kann man mit digg auch noch einiges an Traffic reinbekommen wenn man mal etwas “gediggt” wird.
digg wird die 300mios bekommen. für den normalsterblichen scheint das eine riesen summe, doch für ein konglomerat ist dies nur ein investment. auch wenn die branchengrößen abgeehnt haben, da findet sich schon jemand