Entlassen wegen Bikini Autowäsche Fotos auf Facebook

Bikiniautowäsche

Aktueller Fall aus den USA: Ein Polizist hat seinen Job verloren weil auf Facebook Fotos aufgetaucht sind die zeigen, wie er sein Polizeiauto bei einer Bikini-Autowäsche von leicht bekleideten Frauen reinigen lässt.

Am 19. September 2010 hat Josh Badgett, Besitzer des Rockstar Tattoo Studio, die Bikini-Autowäsche Tits n Tats veranstaltet. Für 10 Dollar konnten Besucher ihr Auto von Frauen in Bikinis waschen lassen. Neben einer professionellen Stripperin Tänzerin aus dem Diamonds North Gentleman’s Club in North Charleston haben unter anderem Badgetts Frau, eine Barkeeperin und Kundinnen das Tattoo Studios die Autos gewaschen. Das ganze war eine Charity-Aktion um Geld für wohltätige Zwecke zu sammeln. Unter anderem für Shriners Hospital, einen Verband von Non-Profit Kinderkrankenhäusern.

Die Ankündigung der Bikiniautowäsche auf Facebook

Die Ankündigung der Bikiniautowäsche auf Facebook

So weit ist an der Aktion nichts auszusetzen. Es wurden keine Gesetzte gebrochen und alles verlief anständig. Unter anderem sind nach dem Event bei Facebook die folgenden Bilder aufgetaucht:

Ein Polizeiauto wird von 4 Frauen in Bikinis gewaschen.

Ein Polizeiauto wird von 4 Frauen in Bikinis gewaschen.

Nur noch drei Frauen räkeln sich auf dem Polizeiwagen.

Nur noch drei Frauen räkeln sich auf dem Polizeiwagen.

Und da ist der dreckige Wagen auch schon wieder sauber.

Und da ist der dreckige Wagen auch schon wieder sauber.

Von Polizisten und Sheriffs

Kein Problem sollte man meinen. Ist es aber doch. Zumindest für Chad Caldwell, den Polizeichef von Moncks Corner (South Carolina). Dieser feuerte den Polizisten, der seinen Polizeicruiser zur Bikiniwäsche gebracht hatte. Wobei man das mit dem gefeuert nicht so genau weiß. Bekannt ist nur, dass der betreffende Polizist (dessen Name nicht genannt wurde) nicht mehr dort arbeitet. Weiter sagte Caldwell:

Ich glaube er brachte zuerst seinen privaten Wagen dorthin und kam dann noch einmal mit seinem Polizeiauto. Ich glaube nicht, dass er böswillig gehandelt hat. Ich denke er hatte einfach ein schlechtes Urteilsvermögen für diese Situation. [Übersetzung ins Deutsche von Malte Landwehr. Original siehe The Post and Courier]

Am Dienstag begründete die Polizei von Moncks Corner ihre Entscheidung indem sie verlauten ließ, die Fotos seien…

…eine direkte und negative Darstellung des Moncks Corner Police Department.

Auch ein Sheriff-Deputy aus Berkeley County war am Mittwoch in die Kritik geraten, da sie zu den Frauen zählte, die die Autos gewaschen haben. Da sie jedoch komplett privat und ohne Sheriffsabzeichen an der Veranstaltung teilgenommen hat, sieht das Sheriff’s Office darin kein Problem.

Fazit

Merke: Ein männlicher Polizist, darf sein Polizeiauto nicht von Frauen im Bikini waschen lassen aber ein weiblicher Deputy-Sheriff darf im Bikini ein Polizeiauto waschen.

Ob es nun angebracht ist ein Auto der Polizei bei einem solchen Event waschen zu lassen oder nicht sollen andere entscheiden. Ebenso erspare ich mir die Diskussion ob man für einen derartigen Regelverstoß gekündigt werden muss. Interessant ist die Sache für mich natürlich weil (wieder einmal) Facebook aus einer kleinen unbedachten Fehlentscheidung einen Skandal gemacht hat, der einen Menschen den Job gekostet hat.

Nachtrag

Zum Abschluss noch ein Bild auf dem man besser sieht, dass es sich um einen Polizeiwagen handelt:

Definitiv ein Auto der Polizei!

Definitiv ein Auto der Polizei!

30 thoughts on “Entlassen wegen Bikini Autowäsche Fotos auf Facebook

  1. ACH die AMIS….. bei denen ist auch alles anders.. so einen Aufstand wegen ein paar Fotos! Verstehe garnicht das sowas rechtlich überhaupt durch zubringen ist!?

  2. die diskussion wird wohl ewig so weiter gehen. mit der polizei ist halt nicht zu spassen. internet-polizei … aber da gibts ja auch andere, die diese rolle gerne übernehmen.

  3. Ja, so ist das in den Staaten. Da lassen sich die Polizisten die Autos von halbnackten Frauen waschen :-) . Aber warum man Ihnen das kündigt verstehe ich auch nicht. Eine einfache Abmahnung hätte doch auch gereicht!

  4. Man muss schon sagen, das gibts auch nur in den USA :) :-D Eine Abmahnung hätte gereicht, wobei selbst das schon, wenn mans genau nimmt, unnötig wäre. Einerseits so anti-prüde, und andererseits solche Dinge so genau nehmen, komisches Amerika …

  5. Ehrlich gesagt habe ich nur des Bildes wegen geklickt ;)
    Zur Sache möchte ich sagen, dass der Polizist es selber Schuld ist. Der Dienstwagen ist ein DIENSTwagen. Und Mädels im Bikini haben im Dienst nix zu suchen. Selbst wenn es alte Omas in Schlafröcken gewesen wären, könnte der Arbeitgeber bestimmen so etwas zu unterlassen.
    Was der gute Polizist in seiner Freizeit mit seinem Privateigentum macht ist natürlich eine andere Sache, aber sobald das Image der Polizei beeinträchtigt wird ist einfach Schluß mit Lustig.

  6. Beim Videoportal youtube findet sich die reine Wahrheit über die Funktionalität von Facebook. Ein iranischer Autor mit Wohnsitz in Österreich hat keinen Grund sich zurückzuhalten und haut einen feinen österreichischen Schmäh raus:
    Guckst Du hier: http://youtu.be/v5cZaaRzwGk
    Im übrigen ist so ein Polizeifahrzeug auf der ganzen Welt ein Werkzeug zur Durchsetzung hoheitlicher Machtbefugnisse. Dementsprechend sollte es auch von seinen In Verkehr Bringern oder einer Fachwerkstatt unnauffällig gepflegt werden und nicht von irgend welchen hergelaufenen Mädels aus der Unterschicht (s. Tattos) Das der Herr Polizist sich jetzt über einen Anschiss vom Vorgesetzten wundert zeigt doch nur das das Niveau seiner Medienkompetenz nicht wesentlich höher ist als der durchschnittliche Bildungsstand seiner potentiellen Kundschaft.
    Also: Vor Inanspruchnahme des Gesichtsbuches Gehirn einschalten !!

  7. Tja, selber Schuld :-) . Ich kann doch solche Fotos nicht im Internet veröffentlichen. Zumal man heute weiß, dass viele Chefs das Netz durchforsten und genau nach solchen Fotos suchen. Lieber kurz nachdenken und dann irgendwelche Bilder hochladen oder etwas scheiben.

  8. Boah, sind das hässliche Tatto-Schlampen. Naja, vielleicht lernen die Leute irgendwann das man gewisse Sachen nicht ins Asozial-Netz stellen sollte.

  9. Mh,

    ich denke, dass solche Vorkommnisse in Zukunft häufiger passieren werden. Immer mehr Unternehmen scannen das Web nach persönlichen Infos über Ihre Mitarbeiter oder mögliche Einstellungskandidaten. Das sollte jedem bewusst sein, der sich mit Facebook und Co. Sozial vernetzt. Auch wenn es extrem cool ist, mit dem Handy via Twitter und Co zu verlautbaren was man gerade so treibt, so bleibt dies jedoch für immer im Netz. Ob der letze Alk-Absturz wirklich via FB oder Twitter festgehalten werden sollte ist somit mehr als fraglich, oder?

    Gut, das mit der Polizei in dieser Geschichte ist was andres. Also wenn ich bei uns an Fasching und die dortige “Mitfeierpolizei” denke, haben die Amis schon ein wenig überzogen reagiert. Aber so ist das nunmal.

    Grüße,
    Andreas

  10. @Uwe: Im untersten Bild sieht man den Schriftzug an der Seite und dieses Gitter vor der Rückbank.

    @Tilman: Außer Leerzeichen habe ich halt nichts zu bieten ;-)

    @Dirk: Freut mich, dich hier wieder als Leser zu sehen :-)

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