Facebook-Zugang für Generation Y wichtiger als Geld

Facebook

Eine von Cisco weltweit durchgeführte Studie unter 2.800 Studenten und Young Professionals hat erstaunliches zu Tage gefördert: Der Generation Y (auch Gen Y, Generation C64, Digital Natives, Millennials oder Jahrtausender), also den nach 1980 geborenen, die heute etwas Mitte 20 sind, ist der Zugang zu Facebook wichtiger als das Gehalt.

Die Fakten

Direkt und knapp:

Studenten

  • Für 33% sind bei der Bewertung eines Jobangebots der Zugang zu Facebook und die freie Wahl der Devices wichtiger als das Gehalt.
  • Mehr als 40% würden weniger Geld für einen Job akzeptieren, wenn ihnen dafür der Zugang zu Social Media während der Arbeit auf einem Device ihrer Wahl ermöglicht würde und teilweise vom Home Office gearbeitet werden könnte.
  • 56%  würden Jobangebote von Firmen, die Social Media Seiten sperren, ablehnen oder diese Richtlinien ignorieren. Das sind deutlich mehr als die 10% der Arbeitnehmer, die bereit sind sich für ihre Karriere unethisch zu verhalten!
  • Zwei-Drittel werden in Bewerbungsgesprächen nach den Social Media Nutzungsrichtlinien fragen.
  • Ein-Drittel halten flexible Arbeitszeiten und ein Home Office nicht für ein Privileg, sondern für ihr Recht.
  • 81% möchten die Devices für ihren Job selbst auswählen. Entweder durch ein Budget zum Kauf des Arbeitsgeräts oder durch die Erlaubnis zusätzlich private Devices zur Arbeit mitbringen zu dürfen.

Young Professionals

  • 41% wurden mit flexibler Device-Wahl und offenen Social Media Nutzungsrichtlinien geködert.
  • Für 31% war das Wissen über Social Media und Devices hilfreich um ihren aktuellen Job zu bekommen. Arbeitgeber zählen das wohl mittlerweile branchenübergreifend zu den Soft Skills.
  • 33% nutzen mindestens drei Devices für die Arbeit.
  • 68% glauben, dass ihr Arbeitgeber ihnen den Zugang zu Social Media und privates Surfen auf Arbeitsrechnern erlauben sollte.
  • 77% verwenden mehr als ein Device.

Erklärung: Mit Device sind hier Desktop-Rechner, Laptops, Netbooks, Smartphones, Tablets, usw. gemeint. Wer ein gutes Deutsches Wort dafür kennt (sagt jetzt bitte nicht (Arbeits)Gerät), möge sich in den Kommentaren melden.

Quelle: cisco.com

11 thoughts on “Facebook-Zugang für Generation Y wichtiger als Geld

  1. @Alessandro Reichgruber
    Als selbständiger Garten- und Landschaftsbauer und Arbeitgeber bleibt mir schon seit Jahren keine andere Lösung, als der hier beschriebenen Arbeitnehmergruppe morgens die Telefone abzunehmen.
    Das führt zwar bei neuen Mitarbeitern regelmäßig zu Protesten, aber die Erfahrung hat gezeigt, daß die Mitarbeiter sich sonst mit allergrößter Selbstverständlichkeit den Geräten widmen, und die Arbeit liegen lassen, sobald man ihnen den Rücken zu dreht.
    Ein schlechtes Gewissen, sich für die Beschäftigung mit den Handy’s bezahlen zu lassen hat niemand. Im Gegenteil, für diese Generation ist es absolut selbstverständlich zu jeder Zeit erreichbar zu sein, zu twittern oder die Tagesarbeit jedem via facebook mitzuteilen etc..
    Was ich in diesem Zusammenhang auch erschreckend finde, ist wie diese Generation ihre Umwelt wahrnimmt bzw. kennt oder erkennt. Die können eine Eiche nicht von einer Tanne unterscheiden (“Baum”), oder eine Ente von einer Amsel (“Vogel”).
    Verabredungen mit den Freunden werden nicht mehr Abends, wenn man sich trennt oder Morgens wärend der Schule getroffen, sondern wärend der Arbeit oder Nachmittags per facebook.

  2. Generation C64 = nach 1980 geboren? Das wird dann aber knapp, um noch mit der guten alten Brotkiste aufgewachsen sein zu können. ;-)

  3. Komunikationsmedium oder einfach nur Medium.
    @Oliver – der Einzige bist du wohl nicht, aber man sollte bedenken, dass es hier um Wunschdenken geht, und nicht um echte Voraussetzungen bei der Jobwahl.
    Der Konjunktiv beherrscht ja wohl diese Studie.

  4. Ein deutsches Wort für Device = Endgeräte ;) (Device ist trotzdem schöner)

    Man fragt sich nur, wie man als Arbeitgeber den Zugang zu Facebook und Co. erlauben soll, aber trotzdem noch fleißig gearbeitet wird. Was bringts wenn jemand “Fulltime” bei mir arbeitet und die Hälfte der Zeit auf Facebook verschwendet, das ist doch nicht mehr rentabel. Wer hat eine gute Lösung dafür?

  5. Sind das nicht ein bisschen viele Kriterien in einem Punkt?

    “Mehr als 40% würden weniger Geld für einen Job akzeptieren, wenn ihnen dafür der Zugang zu Social Media während der Arbeit auf einem Device ihrer Wahl ermöglicht würde und teilweise vom Home Office gearbeitet werden könnte.”

    M.E. kann ich doch nicht einen Home Office Tag mit der freien Wahl eines Devices vergleichen.

  6. Pingback: GFT Blog – Welche Herausforderungen bringt die Generation Y für Arbeitgeber mit sich?

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