Das US-amerikanische Militär macht sich selbst ein wenig lächerlich. Es gibt Unsummen für die Überwachung der online Aktivitäten von Soldaten aus damit keine sensiblen Daten an die Öffentlichkeit gelangen und am Ende sind es dann die offiziellen Stellen die geheime Informationen durchsickern lassen.

Im aktuellen Fall geht es um den Videoclip Women of CVN76: ‘That Don’t Impress Me Much welcher das Leben von Frauen an Board eines Flugzeugträgers der Navy gezeigt hat, untermalt mit dem Lied „That Don’t Impress Me Much“. Dann auch heute sind Frauen, die erst seit 1994 auf Kriegsschiffen dienen dürfen, bei der Navy eine Minderheit.

Doch neben tanzenden SoldatINNen wurde auch der Atomantrieb der Ronald Reagan gezeigt und da ist das US-Verteidigungsministerium streng: Bilder der nuklearen Einrichtungen auf Kriegsschiffen dürfen Ausländern nicht zugänglich gemacht werden. Und um dieses Sicherheitsrisiko aus der Welt zu schaffen wurde das entsprechende Video sofort von YouTube gelöscht.

Sehr amüsant ist in diesem Zusammenhang die Studie der Army Web Risk Assessment Cell (pdf) welche zeigt, dass nicht die Soldaten auf ihren privaten Webseits sondern das Pentagon auf offiziellen Websites die meisten Verstöße gegen die Sicherheitsbestimmungen begeht.

Innerhalb von 12 Monaten wurden auf den 594 überwachten Milblogs, meist von Rekruten der Army betrieben, lediglich 30 Fälle von zu offenem Umgang mit sensiblen Daten gefunden. Auf den offiziellen Websites (Pentagon, Army, Navy, Air Force, usw.) gab es während dieser Zeitspannen ganze 3.900 Indiskretionen. Das sind mehr als 10 Pannen pro Tag!

Dennoch ist die Armee seit Jahren bemüht möglichst viele Milblogs zu schließen.

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4 Antworten zu “Das US Militär macht sich lächerlich”
  1. Thomas sagt:

    Der Spagat zwischen Information der Öffentlichkeit und Geheimhaltung wird in Zeiten des Web 2.0 noch potenziert. Ein schönes Beispiel.

    Übrigens ist Dein Blog einer der besten, die ich in letzter Zeit gefunden habe. Extrem lesenswerte und gut recherchierte Beiträge.

  2. Saladin sagt:

    naja das, das us millitär ein rad ab hat ist ja nichts neues und unbekannt inzwischen find ich es einfach nur traurig wie die da vorgehen :D
    kann nicht mal mehr drüber lachen :P

  3. Thomas sagt:

    Auf den offiziellen Websites (Pentagon, Army, Navy, Air Force, usw.) gab es während dieser Zeitspannen ganze 3.900 Indiskretionen.

    So gesehen macht’s also Sinn die Blogs zu lassen und die US-Army zu schließen. ;-)

  4.  
Trackbacks
  1. Pligg sagt:

    Das US Militär macht sich lächerlich…

    Da Überwacht das US Militär mehr als 500 Blogs von Rekruten und am Ende kommt raus, dass auf offiziellen Regierungsseiten jedes Jahr 3.600 mal gegen die Bestimmungen zum Geheimnisverrat verstoßen wird. Jeder andere würde dafür nach Guantanamo gesc…

  2.  
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