Der amerikanische Landingpage-Experte Jon Miller hat eine nette Erfolgsgeschichte veröffentlicht. Mit einem einfachen Trick konnte er die Kosten pro Conversion um $10,67 senken. Hier erfahrt ihr wie er das angestellt hat.

Der Anfang
Jon hatte eine AdWords Kampagne mit 160 Keywords, einer durchschnittlichen Klickrate von 5,15%, Position 3,7 und Kosten von $4,18 pro Klick. Die Conversionrate lag bei 12,5% und pro Tag gab es etwas 3 Conversions für Kosten von je $33,43.

Ihr merkt also schon, dass John ein relativ teures Produkt bewirbt. In diesem Fall die Dienstleistung seiner Firma, sehr gute Landingpages zu erstellen (wie passend!).

Die Formulare
Damit es zu einer Conversion kommt muss der Nutzer meist ein Formular ausfüllen und bestimmte Daten eintragen. In diesem Fall sind es Kontaktdaten. Natürlich hätte Jon am liebsten so viele Informationen wie möglich von jedem neuen Kunden. Doch für Formulare gilt: Je kürzer, desto besser! Im Internet nimmt sich kaum jemand Zeit ellenlange Formulare auszufüllen und je länger sie sind, desto schlechter wird die Conversionrate. Doch wie schlecht genau? Jon hat diese drei Formate getestet:

Landingpage Formulare

  • Länge: Conversionrate und Kosten pro Conversion
  • Kurze: 13,4% und $31,24
  • Mittel: 12,0% und $34,94
  • Lang: 10,0% und $41,90

Zwischen einem kurzen Formular mit 5 Feldern und einem langen mit 9 Felder liegen also 3,4%, bzw. Kosten von $10,67. Das heißt man gewinnt weniger Kunden und muss mehr Geld pro geworbenem Kunden ausgeben!

Im Detail bedeutet jedes zusätzliche Feld Mehrkosten von $1,85 und die Telefonnummer schlägt sogar mit $5,00 zu Buche!

Auch wenn man gerne möglichst viele Informationen über potentielle Kunden haben möchte. Sie sind es einfach nicht wert so viel Geld dafür auszugeben.

Die Entscheidung ist klar: Auf so viele Informationen verzichten, wie möglich. Oder auch: Keep it short and simple!

Quelle: http://searchengineland.com/080206-073946.php

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15 Antworten zu “Wie du mehr aus deiner Landingpage holen kannst”
  1. Ronny sagt:

    Guter Hinweis Malte.
    Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass man im “Nachgang” die zusätzlichen Informationen wesentlich leichter beschaffen kann, da es sich dann im Normalfal nicht mehr um einen Cold Contact handelt. Schließlich ist dem Kunden/Interessenten dann das eigene Projekt bereits bekannt.

  2. Ganz genau Ronny. Ist der Kontakt erst einmal hergestellt kann man die notwendigen Informationen sehr leicht akquirieren.

  3. e-fee sagt:

    Da sieht man doch mal wieder, wie genial einfach es ist, “Ursachenforschung” zu betreiben.
    Neben dem Zeitfaktor ist das sicherlich auch datenschutztechnisch die sauberste Lösung.

  4. BONSAI sagt:

    Wichtig ist zuerst zu überlegen, was mir jede einzelne Information wert ist & was sie mir bringt… Oft ist es nützlicher möglichst wenig abzufragen um den Kunden auch anzulocken und nicht zu verschrecken…

  5. Uwe sagt:

    Hi Malte,
    schöner Post. Ist ja recht selten das in der Seo Szene so eindeutige Ursachen und Wirkungen existieren.

  6. Ein treffendes Beispiel für Direktmarketing im Internet. Nicht immer gewinnt das kurze Formular. Über die Felder in Formularen setzt ein Direktmarketer Filter. Diese wirken wie ein Trichter., durch den die gewünschte Zielperson purzelt.

  7. xorpio sagt:

    Ich denke, es kommt immer drauf an. Im einen Fall bekomme ich zwar mehr Konversions, aber sind die dann auch qualitativ hochwertig? Eventuell rechnet es sich auch, weniger, aber dafür qualitativ höherwertige Kontakte zu bekommen. weniger ist mehr…

  8. topfmodel sagt:

    Das ist nur teilweise richtig. Zu pauschal. Es kommt auf die Zielgruppe, Branche und das Produkt an. Ich arbeite jetzt seit fast 6 Jahren im Bereich Conversion/LEADS Generierung. Die Kosten zur “MÜLLBESEITIGUNG” von Datensätzen, die bei kurzen FRM reinkommen, können mal schnell die Kosten für ein langes FRM übertreffen. Hinterher telefonieren, unsaubere Datensätze usw.

  9. Jack sagt:

    Ich denke auch, das es darauf ankommt welche Qualität man an registrierten Besuchern haben möchte. Jon Miller konnte das natürlich besser testen, weil er ja dann direkt auch prüfen konnte, ob seine Kunden nach der Registrierung auch an der Dienstleistung weiter interessiert sind oder nicht.

  10. Gero sagt:

    Moin Malte,

    Ich muss Guenther P und anderen hier recht geben. Die Aussage, dass sich durch weniger Felder auch die Lead-Kosten senken lassen, ist durchaus richtig. Allerdings muss man wirklich schauen, ob man sich nicht die Zielgruppe oder die Qualität der Datensätze kaputt macht. Wenn Du ein solches Formular nämlich nicht nur für SEM nutzt, sondern auch für Affiliate etc. auf CPL / CPO Basis verwendest, bekommst Du damit Probleme. Je mehr unqualifizierte Anfragen Du bekommst, desto öfter musste den Affiliates ihre Provision stonieren oder du senkst notgedrungen deinen Preis auf ein nicht wettbewerbsfähiges Niveau…

    Trotzdem interessanter Artikel, wenn auch Pauschalaussagen so nicht ganz stimmen.

    Lg
    Gero

  11. Michael sagt:

    Ich denke es ist auch wichtig zu beachten was für ein Formular das ist. Ist beispielsweise ein Webspaceanbieter dazu verpflichtet gewissen Daten einzusammeln, hat er gar fast keine andere Möglichkeit als die Daten beim der Bestellung einzusammeln. Würde ich zumindest nicht schätzen, wenn ich nach dem Bestellen von Webspace noch eine E-Mail bekomme, in der ich aufgefordert werde ein Formular zu besuchen oder ein paar Daten als Antwort zu senen.

  12. Max sagt:

    Die Betrachtung ist sehr einseitig, da man sich ausschließlich auf die Conversion Rate bezogen hat. Wie weiter oben mehrmals kommentiert wurde, sollte nicht nur die Quantität der Kontakte bewertet werden, sondern auch die Qualität. Auch wird es ab einem bestimmten Kommerzialisierungsgrad beispielsweise notwendig, Daten abzufragen, mit deren Hilfe die Rate der Betrugsversuche reduzierbar ist.
    Die Hürde sollte also so hoch sein, dass die gewinnbringenden Besucher/Kontakte darüber kommen. Kostenintensivere Kontakte können gerne daran scheitern.

  13. Haris sagt:

    Hi, hab deine Seite gerade zum ersten Mal entdeckt. Es freut mich zur Abwechslung mal einen Blog mit wirklich gutem Content zu finden :-)

    Zu den obigen Problem mit den Daten, denke ich, dass es auch logisch ist, mit weniger mehr zu erreichen. Wenn man sich in die Lage eines Besuchers von solchen Seiten versetzt oder sich an das letzte Mal erinnert, weiß man wie man überlegt hat, ob man seine Daten eingeben soll. Oft ist eine Opt-In-Form mit zu vielen Feldern der Grund für ein mulmiges Gefühl. Man verlässst meistens die Seite wieder, weil man mißtrauisch wird. Nach dem Motto “Meinen Vornamen und die Emailadresse hätte ich ja noch herausgegeben, aber meine Adresse und die Telefonnummer…”

    Bei vielen Internetgeschäften ist es auch sinnlos mehr als die Emailadresse zu sammeln. Damit kann man schließlich alles an den Mann oder die Frau bringen, auch wenn man es keine reinen Informationsprodukte zum Downloaden sind.

    Gruß

    Haris

  14. Alexander sagt:

    Die Frage ist hier wohl: Was ist mit Conversion überhaupt gemeint? Er hat ja scheinbar eine eigene Dienstleistung über diese Seite angeboten, also müssten die Einnahmen ja tatsächlich abgeschlossene Verträge darstellen und nicht einfach nur korrekte Datensätze. Andererseits spricht Malte am Ende von “potentiellen Kunden”…

    Wenn mit Conversion also nur ein korrekter Datensatz gemeint ist, so fehlt in der Rechnung natürlich noch die Rate der tatsächlich zustande gekommenen Verkäufe, um auch wirklich nachvollziehen zu können, ob sich die Einnahmen aufgrund eines kürzeren Formulars erhöht haben…

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