Target Eine große US Handelskette ignorierte die Anfrage einer Bloggerin mit den Worten “Wir reden nur mit traditionellen Medien” und hat jetzt eine handfeste PR-Kriese.

Amy Jussel betreibt das Weblog Shaping Youth und analysiert die Wirkung von Werbung auf Kinder. Als sie die Handelskette Target wegen einer, in ihren Augen frauenverachtenden, Werbeanzeige ansprach bekam sie nur zu hören, dass man es nicht nötig habe mit Bloggern zu reden. Versteht mich nicht falsch. Ich halte nicht viel von dem was Amy Jussel so tut und würde sagen, dass einige der Werbungen, gegen die sie vorgeht, die lustigsten überhaupt sind:

Beine breit

Boomchickawahwah
Siehe z.B: BomChickaWahWah

Blogger ignorieren?

Dennoch kann es sich in der heutigen Zeit kein Unternehmen leisten ein so großes Blog wie Shaping Youth zu ignorieren, welches vermutlich über mehr Reichweite als so manche lokale Zeitschrift verfügt. Denn neben diversen anderen Blogs hat auch die New York Times das Thema aufgegriffen. Und zwar nicht weil die Anzeige so extrem frauenverachtend ist, sondern weil Targets PR Abteilung der Meinung war, dass es besser ist Blogger zu ignorieren und sich auf die Kommunikation mit den traditionellen Medien zu konzentrieren.

Nach der Erkenntnis, dass im Web 2.0 aus einer kleinen Kommunikationspanne schnell eine große Krise werden kann ist man bei Target jetzt einsichtig:

Wir arbeiten momentan nicht mit Bloggern. Aber wir haben schon Ausnahmen gemacht und wir überlegen unsere Einstellung zu ändern.

(Amy von Walter, Firmensprecherin)

Die Motivation, Anfragen von Bloggern rigoroß zu ignorieren war, dass man mit einem kleinen PR Team die maximale Leistung erbringen wollte. Da bietet es sich natürlich an, nur auf die Medien zu reagieren, die die meisten Zuschauer, -hörer oder Leser haben.

Ich bin, genau wie Thomas, erschüttert, dass es immer noch PR Leute gibt, die nicht erkannt haben, welches Potential (positives wie negatives) in der Blogosphöre steckt. Merke: Der Aufwand einem Dutzend Blogger Interviews oder Statements zu geben ist wesentlich geringer als der Umgang mit einer einzigen großen Krise.

Die Anzeige, die Laut Target einfach nur eine Frau in der Schneeengel-Haltung zeigt, wird übrigens nicht geändert.

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4 Antworten zu “Warum es falsch ist nicht mit Bloggern zu reden”
  1. gamer sagt:

    Bisschen übertreiben tut die liebe Bloggerin aber schon finde ich. Was ist denn bitte an der Anzeige schllimmes dran?

  2. prinzzess sagt:

    hallo malte,

    vielen dank für deinen besuch auf meinem blog!
    werde mir deines jetzt mal zur brust nehmen. *hähä*
    :D

    viele grüsse!

  3. Jo das sind in der Tat sehr lustige Werbungen und bisher hab ich noch keinen Mann gegen Männerfeindliche Werbung klagen sehen oder ;) ?

  4. Auch ich fand an der Anzeige überhaupt nichts verwerfliches, aber man hätte der Bloggerin zuhören müssen, war doch klar, dass die sich hinterher rächt.

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