StudiVZ Profile werden öffentlich

Update vom 19.01.2010:
So wie es aussieht hatte ich recht. Neue Details bei StudiVZ und MeinVZ neben öffentlichen Politiker- und Edelprofilen bald mit öffentlichen Nutzerprofilen?.

Ursprünglicher Artikel vom 13.02.2008:
Zwei Thesen über die Zukunft von StudiVZ und SchülerVZ:

  1. Die Profile und Gruppen werden für Suchmaschinen (und somit auch für Gäste) zugänglich.
  2. Die beiden Netzwerke werden verschmelzen.


Zunächst einmal ein Screenshot, der die aktuelle Entwicklung bei StudiVZ zeigt:

StudiVZ

Profile in den Index

Auf den ersten Blick fällt auf: Die neuen URLs sind suchmaschinenoptimiert und ballern Keywords in die Adresszeile. Da dies für Menschen mehr oder weniger egal ist kann das nur eins bedeuten. In Zukunft werden Teile von SVZ für Suchmaschinen geöffnet. Das ist gar nicht so überraschend, denn andere Netzwerke praktizieren das schon lange.

Welches Netzwerk hat die meisten Seiten im Google Index?

  1. MySpace.com 56.600.000
  2. Bebo.com 10.700.000
  3. Facebook.com 597.000

Dagegen sieht es bei StudiVZ mit 255 Seiten eher mager aus und die Schwester SchülerVZ ist mit 90 Seiten noch schwächer bestückt.

Zuletzt hatte Xing sich geöffnet und es so auf immerhin 28.300 Seiten gebracht.

In den SVZ Datenbanken schlummern tausende von Gruppen mit Diskussionen zu allen erdenklichen Themen. Über Besucher von Suchmaschinen könnten diese Inhalte sehr gut monetarisiert werden. Und in Zeiten von Online Reputations Management und dauergoogelnden Personalchefs sind auch die Profile sehr interessant.

Ich nehme an, dass es ähnlich wie bei Xing die Möglichkeit für Profile und Gruppen einzustellen ob die Inhalte für Google sichtbar sein sollen oder nicht. Denn wer nicht von anderen SVZ Nutzern gesehen werden möchte, wird sich sicher nicht in einer Suchmaschine wiederfinden.

Schüler & Studenten vereinigen sich

Schon lange hat StudiVZ wesentlich mehr Mitglieder als es Studenten in Deutschland gibt. Auch Facebook war ursprünglich nur für Studenten gedacht wesen, hat sich aber im September 2006 für alle geöffnet. Diesen Schritt habe ich bei StudiVZ schon lange erwartet, denn Gruppen wie “Ich bin gar kein Student” haben tausende von Mitgliedern und werden von den Betreibern toleriert.

Mit dem Reiter “StudiVZ” ist der Gruppen-Suche gibt es nun den ersten Hinweiß. Es würde mich nicht wundern, wenn der bald auch ein SchülerVZ Reiter auftaucht mit dem ich dort nach Gruppen und Personen suchen kann.

23 thoughts on “StudiVZ Profile werden öffentlich

  1. Pingback: Letzte Hoffnung Google: Öffnen StudiVZ und MeinVZ die Userprofile und Gruppen für die Suchmaschinen?

  2. Die meisten Leute unterschätzen, was mit ihren Daten im Internet passieren kann. Selbst wenn man etwas löscht, richtig weg ist es dann nie. Das Internet vergisst nie, und viele User wissen das nicht. Sie müssen darüber aufgeklärt werden. wie gefährlich es ist, persönliche Daten ins Netz zu stellen. Nur dann wird das Chatten wieder sicherer.

  3. Ich gebe Janina vollkommen recht! Mit diesem ganzen hin und hergeschreibe über StudiVZ usw geht doch der ganze gesellschaftliche zusammenhalt kaputt. Man diskutiert nicht mehr richtig, sieht den menschen nicht mehr ins gesicht. wenn mann keine lust mehr auf jemanden hat dann antwortet man einfach nicht mehr. wo das wohl noch alles hin führt? Jeder gibt alle Privaten daten preis, jeder hängt groß an die glocke wen er kennt. jeder weiß alles über jeden. was für ein leben ist das? noch schlimmer finde ich leute die Bilder ihrer Kinder und Babies ins netz stellen! denken die nich mal dran wer das alles noch sieht? Die menschen verdummen doch alle. jeder läßt sich mit jeder scheiße von irgendwem “verführen” alles preis zu geben. nur die leute merken das selber nicht, weil ja alles so schön ist. jeder machen kann was er will. Ich glaube kaum das irgend jemand von allen leuten aus studiVZ mit nem plakat durch die statt gehen würde auf der intime fotos, der ganze freundeskreis steht, das gehalt, was er gelernt hat, welche neigungen er hat… und was weiß ich noch….

    naja studiVZ und co sind das gleiche nur in virtuell…

    und welche firma kennt schon daten schutz und wie kann man überhaupt daten schützen????

    wann kommt die zeit in der wieder werte zählen?

    denkt mal drüber nach

  4. ich halte das für unsinn was janina da erzählt…sicher gibt es unerfahrene user dieser sites.
    aber mit sicherheit will keiner seine eigenen dateien oder ähnliches von sich im netz finden können.
    mal im ernst…wie alt sind die denn, die ihr ganzes leben ins netz stellen. es sind alles ( ums nicht zu sagen ^^ ) kinder. kinder, die nie aufgeklärt worden, welche, die einfach jetzt das web erleben und entdecken und leider nicht darüber nachdenken, was man alles mit ihren daten anfangen kann, um ihnen zu schaden oder anders damit geld zu verdiehnen.

    und mal im ernst janina…du regst dich auf , dass es keine gemeinsamen abende mehr gibt, ohne das eine maschiene als vermitler dazwischen sitzt. daran bist du doch selber schuld…denn scheinbar nutzt du diese maschiene ebenso wie all die anderen, denen es nicht mehr möglich ist vor die tür zu gehen, weil sie vom web gefesselt worden.

  5. Hallo!
    Ich finde diese ganzen Internetforen (wie StudiVZ, SchülerCC, mySpace und was es sonst noch alles so gibt…) absolut überflüssig! Die Leute, die sich damit (und das auch noch auf die primitivste Art und Weise präsentieren müssen, tun mir ehrlich leid! Und genau das wollen die doch! Sie wollen sich präsentieren und möglichst vielen Menschen dir Möglichkeit geben, alles über sie zu erfahren. Normal dürften die sich hinterher gar nicht beschweren, wenn die irgendwann mal feststllen, dass es auch “böse Menschen” gibt, die mit den (teilweise doch zu privaten) Daten unsittliche Dinge treiben. Oder dass Personalchefs sich dort mittlerweile über potenzielle neue Mitarbeiter informieren. Und warum auch nicht? Warum sollte man die “Katze im Sack kaufen”, wo man doch innerhalb von Sekunden alles über die Vorlieben und Interessen eines Menschen herausfinden kann.
    Früher war man schon empört darüber, wenn die Nachbarin mal hinter der Gardine hervorgelinst hat, weil man sich in seinen eigenen 4 Wänden und in seiner Prvatsphäre verletzt gefühlt hat. Und heute? Heute stellt man alles was man hat zur schau! Heute macht man keine Mädels- oder Männerabende mehr an denen man sich Fotos (wahrscheinlich wissen viele gar nicht mehr, was das so genau ist) angeschaut oder einfach miteinander geredet (und damit meine ich jetzt nicht chatten oder sowas) hat.
    Ich danke Gott (naja, nicht wirklich) zwar jeden dafür, dass es das Internet gibt, aber, Freunde, ich sehne mich nach den guten alten Zeiten, wo man sich noch so richtig unterhalten konnte ohne dass eine Maschine als Vermittler für zwischenmenschliche Kommunikation dienen muss!
    So, das reicht jetzt auch mit meinem Kommentar…
    (falls überhaupt noch einer bis hierher geleseb hat) vielen Dank für die Aufmerksamkeit!
    und liebe Grüße

    Janina

  6. Ich mag studivz nicht und deren konzept mir der datenverscherbelei… und als azubi nutze ich lieber kleinere seiten wie AzubiBox.de lieber unterstütze ich kleine feine seiten als mir alles von den großen gefallen zu lassen!

    MFG

  7. Pingback: Keine Privatsphäre im Web 2.0 - killefit.net

  8. Pingback: Wie StudiVZ der Jungen Union zum Verhängnis wurde

  9. Ich finde, dass es viel naheliegender ist, dass es am neuen Kern liegt. So wie ich die Sache sehe, ist das ne typische Ruby on Rails – URL. Das ist mir persönlich nicht genug Indiz dafür, dass sie ihr Netzwerk aufmachen. Tut mir Leid.

  10. Beide Thesen GROSSER Mist :)

    1. studiVZ wird seine Profile nicht für Suchmaschinen öffnen
    2. studiVZ und schuelerVZ werden nicht verschmelzen

    Aber: Ein bisschen in die richtige Richtung geht die zweite These schon. Na, mal abwarten bis Ende Februar.

  11. Ich denke das die grosse Anzahl von Suchergebnisseiten langfristig eher eine schlechte Idee ist. Denke man sollte eher versuchen qualitativ hochwertigere Seiten öffentlich machen. Es hat ja heute schon damit begonnen, das google das zumüllen bestraft. Der Trend wird sich auch fortsetzen.

  12. Ich kann mir nicht vorstellen, dass StudiVZ Profile seiner User ungefragt für Google zugänglich macht. User müssen hier selber entscheiden können, was in Google veröffentlicht wird, und was nicht. bei Xing ist das ja auch so. Abgesehen davon würden auf StudiVZ drakonische Strafen und Abmahnungen zukommen.

  13. @Ronny @Daniel: Aus wirtschaftlicher Sicht wäre eine Verschmelzung zu begrüßen. Das spart Mitarbeiter in der Abteilung Data Mining. :-) Oder wofür hat Holzbrinck 100 Mio. EUR gezahlt?

  14. Pingback: StudiVZ und SchülerVZ - StudiVZ Profile werden doch nicht öffentlich

  15. Da ich kurz davor bin mein Abi zu machen, würde ich eine einheitliche Community schon begrüßen. Dann hat man nicht mehr die einen Freunde bei studi und die anderen bei schülervz.

  16. Richtig, kaum einer interessiert sich ernsthaft, was mit seinen Daten im Netz geschieht.

    Wie ist es denn zu bewerten, wenn diese beiden Community verschmelzen? Ist es gut, weil einfacher zu managen oder ist es schlecht, weil zwei Märkte zu einem unübersichtlichen werden?

  17. Danke für die Info.

    Doch bleiben wir unter uns: Sicher wird grundsätzlich das Schnüffeln im Profil zuerst voreingestellt sein. Und erst durch Ändern der Option kann man es verbieten. Wieviele Leute werden erst dann merken, dass sie ihre Persönlichkeit ungewollt zur Schau stellen, wenn es zu spät ist?

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